Hour of Power – der Name ist Programm

49 Skater und Skaterinnen standen in Dortmund an der Startlinie zum letzten WSC-Rennen des Jahres und alle haben ihre persönliche Powerstunde erfolgreich gemeistert. Aber acht Herren und zwei Damen haben dem Namen der Veranstaltung besondere Ehre erwiesen indem sie in der einen Stunde mehr als 40 Runden (jeweils knapp 800m) absolvierten.

Die erste Runde wurde in einem zügigen Tempo, aber noch recht dosiert zurückgelegt bevor Ralf Jording, Markus Pape (beide der-rollenshop.de WR Team) und Baye Mbissane Diallo vom SSC Köln eine erste Attacke setzten und einige Meter Vorsprung herausfahren konnten. Im nächsten Umlauf ließen sich Markus und Mbissane wieder etwas zurückfallen und schlossen sich der Verfolgergruppe an, während Ralf das Tempo hochhielt und sich zunächst allein absetzte.

In Runde 7 dann die nächste Attacke von Markus, der sich wieder aus der Verfolgergruppe löste und zu seinem Teamkollegen an der Spitze aufschloss. Die beiden konnten fortan Runde um Runde ihren Vorsprung um ein paar Sekunden ausbauen während es im Verfolgerfeld (außer dem schon genannten Mbissane auch Felix Goeke, Karsten Wilke, Tilman Renneke (alle Ruhrboss 03), Jürgen Nachtigäller (Standard Werl) und den beiden schnellen Damen Claudia Maria Henneken (Ruhrboss) und Bianca Fliesenberg (SV Heepen Skate-Team Bielefeld)) Positionskämpfe aber zunächst keine gravierenden Veränderungen gab. Das änderte sich in Runde 15, als Felix und Claudia Maria attackierten und sich aus der Verfolgergruppe lösten.

Nach gut 40 Minuten hatten Ralf und Markus, die beiden Führenden, die zweite Gruppe eingeholt und damit eine Runde Vorsprung. Während Ralf sich jetzt in dieser Gruppe einsortierte machte sich Markus allein auf den Weg an der Spitze. Da Maria dahinter das hohe Tempo von Felix nicht halten konnte – sie hatte am Vormittag schon an einem anstrengenden Treppenlauf in Köln teilgenommen – war Felix allein auf Platz-3-Kurs und neben Ralf als einziger im Feld (noch) nicht überrundet.

Das änderte sich aber im weiteren Verlauf, denn Markus legte weiter ein Höllentempo vor und schickte sich an zunächst Felix zu überrunden. Nach zwei Runden zur Regeneration ging er nach 59:46 Minuten nochmal über die Start- und Ziellinie und ließ dann mit 1:09 die absolut schnellste Runde der ganzen Veranstaltung folgen. Es war seine 44.!

Damit waren nur Ralf als zweiter und Felix auf Platz 3 „nur“ einmal überrundet, die anderen folgten in der Reihenfolge Karsten, Mbissane, Tilman und Jürgen. Unbedingt zu erwähnen ist noch Ingo Homrighausen, der, anfangs etwas zurückgefallen und eine weitere Runde zurück, in der gleichen Gruppe finishte und es damit auf 41 Umläufe und Platz 8 brachte.

Bei den Damen hatte Claudia Maria nach 42 Runden 12 Sekunden Vorsprung auf Bianca. Spannend wurde es, wenn auch weiter zurückliegend, im Kampf um die folgenden Plätze. Dina Lihs von Ruhrboss hatte als dritte 6 Sekunden Vorsprung auf Anne Poppe vom Hochschulsport Münster, die gegenüber Angelina Schäfer (Ruhrboss) nur knapp die erste Rolle vorn hatte. Gut eine halbe Minute später, aber noch in der gleichen Runde (37) folgten zweimal Speedskater Düsseldorf und zweimal TAV Bonn in der Reihenfolge Laura Sopalla (D) vor Anja Gürtler und Karin Repoki-Wiedei (beide B) und Diana Ulbricht (D).

Die Teamwertung war erneut eine klare Angelegenheit für das Ruhrboss Race Team. Platz zwei ging, mit 3 Damen in der Wertung, an die Speedskater Düsseldorf vor dem reinen Herrenteam des SSC Köln. Platz 4 belegte TAV Bonn, die mit 46 Rennteilnahmen die fleißigsten WSCler der Saison 2026 waren. Der Endstand der Tabelle zeigt das Ruhrboss Race Team als Sieger mit 200 Punkten vor den Speedskatern Düsseldorf (180) und dem SSC Köln (176). TAV Bonn war lange in Schlagdistanz zum Podium und kam mit 168 Punkten auf Platz 4. Das Aachen/Dürwißer Euregio Speedteam hat zum Ende der Saison arg geschwächelt und konnte so nicht mehr in den Kampf um die vorderen Plätze eingreifen.

Einen besonderen Dank möchten wir an dieser Stelle dem HoP-Orgateam von Ruhrboss 03 aussprechen, das seit Anfang des Jahres diese schöne Veranstaltung geplant und mit viel Akribie vorbereitet und durchgeführt hat. Neben der tollen Strecke mit 800m Sahneasphalt hat auch die sehr entspannte Atmosphäre im Start- und Zielbereich gefallen. Wir wünschen und hoffen, dass sich die Hour of Power in Zukunft zu einer festen Größe im WSC-Kalender entwickelt.

Sportlich ist damit der WSC 2026 geschafft, jetzt möchten wir nur noch die Leistungen der Skaterinnen und Skater auf der üblichen Abschlussveranstaltung feiern.

Wir treffen uns am 10. Oktober um 17:30 Uhr an gewohnter Stelle im Vereinsheim des Kleingartenvereins In der Schornau 62a in Bochum. Wenn Ihr teilnehmen möchtet, tragt euch bitte wieder in die Xoyondo-Umfrage ein, damit wir besser planen können. Wer Gelegenheit hat etwas zur Verpflegung beizutragen sollte seine Mitbringvorschläge in den Kommentaren ganz unten auf der Seite vermerken. Es gibt auch wieder die Möglichkeit zu grillen, Grillgut bringt bitte jeder nach eigenen Wünschen mit.

Die Rangliste ist auf Roller-Results aktualisiert, bitte schaut da mal rein und überprüft, ob Eure Ergebnisse richtig dargestellt sind. Wenn es Einwände gibt bitten wir um kurzfristige E-Mail an wscteam@inlinespeedskaten.info damit wir zur Siegerehrung ein sauberes Bild der gesamten Saison haben.

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